500 Teilnehmer beim 1. Klinikkongress der Metropole Ruhr
Internationale Krankenhausausstellung als Innovationsplattform beschlossen
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Am 31.8. und 1.9. trafen sich in den Dortmunder Westfalenhallen Experten aus Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland, um die Umbrüche in der Kliniklandschaft und ihre regionalen Auswirkungen zu diskutieren. Thematisch aufgeladen durch die Ärztestreiks und den Entwurf zur Gesundheitsreform ging es vor rund 500 Teilnehmern in erste Linie um Antworten für eine verunsicherte Branche. Folgerichtig hielt sich der Kongress auch nicht lange mit Jammern und Klagen auf. Nach der feierlichen Eröffnung durch OB Dr. Langemeyer und einer Standortbestimmung durch Herrn Dr. Kramer und Herrn Prof. Lohmann fanden die Teilnehmer in über 50 Fachvorträgen Gelegenheit, sich gezielt über innovative Projekte und Konzepte für die Zukunft von Klinikwirtschaft und Klinikregionen zu informieren. Im Rahmen des Abendempfangs nahm der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Klaus-Theo Schröder Stellung zu den Konsequenzen der anstehenden „Gesundheitsreform“. Deutlich wurde, dass sowohl von der Gesundheitspolitik als auch von den tarifpolitischen Abschlüssen massive Belastungen auf die Krankenhäuser zukommen, ohne dass mehr Mittel zur Verfügung stehen. Soll dies nicht auf Kosten der Versorgungsqualität und der Arbeitsbedingungen gehen, sind vom Krankenhaus der Zukunft innovative Konzepte für mehr Wirtschaftlichkeit und Qualität gefordert.
Den zweiten Tag eröffnete NRW-Gesundheitsminister Laumann mit einer Rede zu den Perspektiven der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr. Darin skizzierte Laumann die Entwicklungsschwerpunkte für die Region und forderte von den Kliniken mit Blick auf die Krankenhausfinanzierung durch das Land mehr Kooperationseifer – auch über die konfessionellen Grenzen hinweg. Im Abschlussplenum ging es dann in erster Linie um die Nachhaltigkeit und die Fortführung des gemeinsamen Diskurses. Dazu stellte die MedEcon-Projektleitung das Konzept einer Internationalen Krankenhausausstellung vor, die im Sinne eines Zukunfts- und Innovationsprogramms die Plattform für die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen im Modernisierungsprozess bieten soll. Zentrale Baustellen: Eine bessere Zusammenarbeit mit dem ambulanten Sektor, die Profilbildung bei medizinischen Schwerpunkten, die Krankenhausorganisation und -logistik, die Arbeitsgestaltung und Qualifizierung oder auch der Krankenhausbau. Die Idee der Internationalen Krankenhausausstellung ernete auf dem Podium großen Zuspruch und auch im Nachgang wurde bereits von vielen Akteuren ein aktives Mitwirken angekündigt.
MedEcon Ruhr bedankt sich hiermit noch einmal ausdrücklich bei allen Referenten, Sponsoren, und Ausstellern sowie allen Partnern und Dienstleistern, die zu diesem gelungenen Auftakt beigetragen haben.
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