PRESSEINFORMATION 7. November 2007
2. Klinikkonferenz Ruhr beleuchtet die Vision vom Krankenhaus der Zukunft - Patientenzufriedenheit bleibt Maß aller Dinge
Die Klinikmetropole Ruhr befindet sich im Wandel, so das zentrale Ergebnis der ruhrgebietsweiten Klinikkonferenz am Mittwoch in Bochum. Nach dem politisch aufgeladenen Debüt im Vorjahr trafen sich auf Einladung des MedEcon Ruhr e.V. rund 250 Teilnehmer, um die aktuellen klinikwirtschaftlichen Herausforderungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Idee einer „Internationalen Krankenhausausstellung“ (IKA). „Wir möchten zeigen, dass die Kliniklandschaft im Umbruch nicht ausschließlich durch reaktiven Rückbau, sondern durch engagierte Modernisierungsaktivitäten geprägt ist“, so MedEcon-Vorstand PD Dr. Josef Hilbert. „Krankenhäuser haben und nutzen die Spielräume für Innovation. Wichtig für die Region sind die Einrichtungen, die mit kreativem Kalkül und interessanten Konzepten neue Wege beschreiten. Da hat die Metropole Ruhr als größte Kliniklandschaft der Nation einiges zu bieten. Erstes Ziel ist und bleibt natürlich die Verbesserung der regionalen Versorgungsstrukturen - die „IKA“ steht für eine Leistungsschau, eine Klinik-Expo, mit der entsprechende Top-Projekte entstehen und vermarktet werden sollen.
Das Vorhaben der IKA zielt auf die Entwicklung, Erprobung, Präsentation und Vermarktung innovativer Lösungen für das Krankenhaus der Zukunft. Der Startschuss der IKA ist für November 2008 vorgesehen. In einem Zeitraum von 7 Jahren (2008-2014) ist im Rahmen von insgesamt 3 Wettbewerbsaufrufen (2008, 2009, 2011) die Realisierung und Ausstellung von rund 25-30 Projekten klinikwirtschaftlicher Modernisierung vorgesehen. Die Themen reichen von der „Medizinischen Versorgung“, „Krankenhausbau und Flächenentwicklung“, „Betriebsorganisation und Logistik“ über die Felder „Hospital Engineering“, „Arbeitsorganisation und Personalmanagement“ bis hin zur „Internationalisierung“. Die Idee der IKA richtet sich nicht nur an die Krankenhäuser selbst, sondern perspektivisch soll es darum gehen, gezielt Innovationspartnerschaften mit anderen Akteuren des Gesundheitswesens sowie assoziierten Branchen der Klinikwirtschaft unter Berücksichtigung internationaler Best-Practice zu initiieren. Diese soll im Rahmen der IKA durch einen hochkarätigen internationalen Beirat, die Initiierung von Austauschprogrammen und Exkursionen Eingang finden. „Die Erneuerung der Kliniklandschaft kann von internationalen Erfahrungen viel lernen. Darum haben wir bewusst bei der diesjährigen Klinikkonferenz mit Dr. Uwe Preusker, Henny van Laarhoven, Dr. Justin Whatling sowie Dr. John Varghese internationale Experten zu dem Thema eingeladen“, so PD Dr. Josef Hilbert.
Grundlage und Ausgangspunkt für die IKA ist der „Trendreport Klinikwirtschaft Ruhr“, der im Rahmen der Konferenz erstmals präsentiert wurde. Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der 129 Revier-Kliniken ist demnach die Verbindung von Wirtschaftlichkeit, Qualität und Serviceorientierung. Vor dem Hintergrund eines durch die Fallpauschalen losgetretenen Preis-Leistungs-Wettbewerbs, haben jene Kliniken die besten Perspektiven, die medizinisches Angebot und ökonomische Prozesse gezielt aufeinander abstimmen. „Es gibt kein Patentrezept“, so Verfasserin Michaela Evans vom Institut Arbeit und Technik. „Die Profilbildung von Krankenhäusern erfolgt fast ausschließlich aus dem Bestand heraus und ist in diesem Sinne bereits durch zahlreiche individuelle Faktoren eingegrenzt.“ Grundsätzlich sieht sich das Klinikmanagement inzwischen vergleichbaren Fragen wie ein Konzernchef gegenüber: Was können wir auf Basis unserer Kompetenzen besonders gut? Was wollen/können wir qualitativ und wirtschaftlich attraktiv anbieten? Welche Leistungsbereiche sind für uns zukünftig von nachrangiger Bedeutung? Die Terminologie steht dem nicht nach. So werden Patienten zu Kunden, Gesundheitsleistungen zu Produkten, Krankenhäuser bzw. Krankenhausverbünde zu Marken und selbst der Megatrend Integrierte Versorgung bekommt als „Managed Care“ ein neues Gewand. Was hier in Adaption betriebswirtschaftlicher Schnittmuster noch etwas befremdlich anmuten mag, gehört im Klinikmanagement längst zum Alltag. Dieser wird nach wie vor bestimmt durch den Druck, einerseits die Leistungsfähigkeit steigern und andererseits die Kosten senken zu müssen. Der aktuelle Investitionsstau im Krankenhaussektor von rund 12 Mrd. Euro, steigende Personalkosten im Zuge der Umsetzung der EU-Arbeits-zeitverordnung, Engpässe in der Personalbeschaffung, die Anhebung der gesetzlichen Mehrwertsteuer, steigende Energiekosten, Schwierigkeiten der öffentlichen Hand bei der Finanzierung sowie veränderte Anforderungen der Kapitalbeschaffung auf den internationalen Finanzmärkten (Basel II) lassen – so die gängige Argumentation - kaum Spielräume für Modernisierung und Innovation. Vor diesem Szenario möchte der vorliegende Trendreport entlang zentraler Gestaltungsfelder einen Perspektivwechsel in der aktuellen Debatte anstoßen: Nicht mehr die „Zukunft des Krankenhauses?“, sondern das „Krankenhaus der Zukunft!“ sollte zukünftig verstärkt im Mittelpunkt des Modernisierungsdiskurses rund um die Krankenhäuser stehen.
PRESSEINFORMATION 23. Oktober 2007
Ruhrgebiet: Unter dem Titel „Regionaler Aufbruch – Internationale Perspektive “ lädt das
Netzwerk MedEcon Ruhr am 7. November zur zweiten Auflage der Klinikkonferenz Ruhr nach
Bochum. Nach dem gesundheitspolitisch aufgeladenen Debüt im Vorjahr richtet sich der Blick
diesmal nach vorne, hin zu innovativen Lösungskonzepten für die aktuellen und zukünftigen
klinikwirtschaftlichen Herausforderungen. Im Mittelpunkt steht die Idee einer „Internationalen
Krankenhausausstellung“ (IKA). Die Ausstellung soll in den kommenden Jahren regionale
Innovationen einem internationalen Fachpublikum zugänglich machen und eine bislang einzigartige
klinikwirtschaftliche Expertise entwickeln. Ausgangspunkt dafür ist der „Trendreport
Klinikwirtschaft Ruhr“, der im Rahmen der Konferenz erstmals präsentiert wird. „Es geht uns
nicht um kollektives Wundenlecken“, so MedEcon-Vorstand PD Dr. Josef Hilbert. „Die wirtschaftliche
Großwetterlage im Krankenhaussektor ist bekannt schlecht. Wichtig für die Region
sind die Einrichtungen, die mit kreativem Kalkül und interessanten Konzepten neue Wege
beschreiten. Da hat die Metropole Ruhr als größte Kliniklandschaft der Nation einiges zu bieten.
Erstes Ziel ist und bleibt natürlich die Verbesserung der regionalen Versorgungsstrukturen
- die „IKA“ steht für eine Leistungsschau, eine Klinik-Expo, mit der die entsprechenden
Top-Projekte gebündeln und vermarktet werden sollen.“
Zu der Konferenz in der Bochumer Stadtpark-Gastronomie werden rund 400 Teilnehmer aus Klinikwirtschaft und assoziierten Branchen erwartet. Als Referenten haben neben NRWGesundheitsminister Karl-Josef Laumann, KGNW-Geschäftsführer Richard Zimmer und BEKVorstand Birgit Fischer auch einige renomierte internationale Gäste ihre Teilnahme angekündigt.
Sie können sich diese Presseinformation auch als PDF hier downloaden.
Den Trendreport Klinikwirtschaft Ruhr können Sie als PDF hier downloaden.
Im Rahmen der Klinikkonferenz Ruhr findet am
7. November 2007
um
13.15 Uhr
eine Pressekonferenz statt. Die entsprechende Einladung erhalten Sie in den nächsten Tagen.
Den Vorsitz der Pressekonferenz haben:
Anmeldung zur Pressekonferenz bitte per Email oder Fax:
lhp@reviera.de
Fax: 0201/2740815
Eine Bestätigung der Anmeldung wird Ihnen zugeschickt.
Ansprechpartner >>> Rückfragen / Statements / Interviews:
Dr. Uwe Kremer
Geschäftsführer
MedEcon Ruhr e.V.
Tel: 0234/97836-0
kremer@medeconruhr.de
PD. Dr. Josef Hilbert
Vorstandsvorsitzender
MedEcon Ruhr e.V.
Tel. 0209/1707-120
hilbert@iatge.de